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Hans Modrow

geb. 27. Januar 1928 Jasenitz (Kreis Ueckermünde)
Hans Modrow

Volksschule; Ausbildung zum Maschinenschlosser; 1945 Volkssturm, bis 1949 Gefangenschaft in der UdSSR, Besuch einer Antifa-Schule; Rückkehr nach Deutschland; Maschinenschlosser; SED, FDJ, FDGB; Besuch der Komsomol-Hochschule in Moskau; 1. Sekretär der Bezirksleitung Berlin und Sekretär des Zentralrats der FDJ; Mitglied der Bezirksleitung Berlin der SED; Parteihochschule; Abgeordneter der ; Mitglied des ZK der SED; Studium an der Hochschule für Ökonomie Berlin; verschiedene Ämter innerhalb der Bezirks- und Kreisleitung sowie im ZK der SED; 1966 Promotion; 1973-1989 1.Sekretär der Bezirksleitung der SED Dresden; Anfang Oktober 1989 Mitinitiator des Dresdener Dialogs mit der oppositionellen "Gruppe der 20"; 8.11.-3.12.1989 Mitglied des Politbüros des ZK der SED; 13.11.1989-März 1990 Vorsitzender des Ministerrats (Nachfolger von Willi Stoph); Dezember 1989 stellvertretender Vorsitzender der SED/PDS; legte am 1.2.1990 das Konzept "Für Deutschland., einig Vaterland" vor, bildete am 5.2. mit Vertretern vom Runden Tisch die "Regierung der nationalen Verantwortung"; versuchte das MfS durch Umwandlung in ein "Amt für Nationale Sicherheit" vor der Auflösung zu retten, und scheiterte damit; ab Februar 1990 Ehrenvorsitzender der PDS; seit Oktober 1990 Abgeordneter des Deutschen Bundestags; 27.5.1993 vom Landgericht für schuldig befunden, in drei Fällen Weisungen zur Wahlmanipulation gegeben zu haben, Verwarnung und Geldstrafe; wegen falscher Aussage vor dem sächsischen Landtag 1996 zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt; 1998 Veröffentlichung seiner Autobiografie unter dem Titel "Ich wollte ein neues Deutschland"; 1999 zieht er als einer von sechs Mandatsträgern der PDS in das Europäische Parlament ein, war dort bis 2004 im Ausschuss für Entwicklungshilfe.

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