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Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)

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Die Sozialistische Einheitspartei (SED) war die faktisch alleinregierende Staatspartei der DDR. Sie wurde 1946 durch Zwangsvereinigung von SPD und KPD gegründet.
Die SED wandelte sich ab Sommer 1948 zu einer "Partei neuen Typs", d.h. aus einer Massenpartei sozialistischer Prägung wurde eine Kaderpartei mit straffem Führungsapparat, insbesondere durch die Errichtung eines Politbüros nach sowjetischem Vorbild.
Die Parteichefs Walter Ulbricht (1950–1971) und Erich Honecker (1971– 1989) hatten diktatorische Machtfülle.
In der friedlichen Revolution 1989 musste die SED unter Egon Krenz ihren Führungsanspruch aufgeben. Der letzte Parteitag der SED am 16. Dezember 1989 brachte zwar keine Auflösung der Partei, doch versuchte sie sich grundlegend umzugestalten.
Unter dem Vorsitz von Gregor Gysi distanzierte sich die Partei teilweise von ihrer bisherigen Ideologie und Praxis. Seit 1990 nennt sie sich Partei des demokratischen Sozialismus (PDS). Ihr Vermögen musste die PDS 1991 als Nachfolgepartei der SED der Treuhand übergeben. 1993 wurde Lothar Bisky neuer PDS-Vorsitzender.

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