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PDS

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Auf dem außerordentlichen Parteitag der einstigen DDR-Staatspartei SED im Dezember 1989 benannte sich die Partei in SED/PDS um. PDS steht für Partei des Demokratischen Sozialismus. Der neue Name sollte den zugleich begonnenen Erneuerungs- und Reformprozess dokumentieren. Beim darauf folgenden Parteitag im Februar 1990 erfolgte eine erneute Umbenennung in PDS, ohne allerdings konsequent mit der Vorgängerpartei zu brechen. Zum ersten Vorsitzenden wurde der Ost-Berliner Rechtsanwalt Gregor Gysi gewählt. Bei den Volkskammerwahlen im März 1990 erhielt die PDS mit ihrem Spitzenkandidaten Hans Modrow 16,3% der Stimmen. Bei den ersten gesamtdeutschen Wahlen erzielte die PDS 2,4% der Stimmen (11% im Osten). Aufgrund einer Ost-West-Sonderregelung zog die PDS mit 17 Abgeordneten ins Parlament ein, obgleich sie die 5%-Hürde verfehlt hatte. Bei den Bundestagswahlen 1994 erzielte die Partei 4,4% der Stimmen und erhielt aufgrund von 4 Direktmandaten 30 Abgeordnetensitze im Bundestag. 1998 erhielt die Partei 5,1% der Stimmen und erhielt 37 Bundestagsmandate. Im den Jahren 1998/99 konnte die Partei bei den Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern beträchtlich zulegen und erzielte häufig bessere Ergebnisse als CDU oder SPD. Das führte zu Koalitionen mit der SPD in den Landesregierungen Mecklenburg-Vorpommern (seit dem Jahr 2000) und Berlin (seit 2001) sowie zur Tolerierung einer SPD-Grüne/Bündnis 90- Minderheitsregierung (1994-98) bzw. SPD-Minderheitsregierung (1998 - 2002) in Sachsen-Anhalt. Die PDS heißt seit einer Umbenennung am 19.7.2005 im Vorfeld der Bundestagswahlen "Die Linkspartei", in vielen, allerdings nicht allen Bundeländern mit dem Zusatz PDS. Als Kurzbezeichnung wird der Namen "Die Linke" beansprucht. Der derzeitige Vorsitzende (2006) ist Lothar Bisky.

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