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Friedrich Dickel

geb. 9. Dezember 1913 Wuppertal-Vohwinkel
gest. 23. Oktober 1993
Friedrich Dickel

Lehre als Gießer und Former; 1931 KPD; 1933 vorübergehend U-Haft, 1936/37 in Spanien Zugführer und Kompaniechef in den Internationalen Brigaden; Emigration in die UdSSR; Ausbildung als Hochfrequenztechniker, als Agent eingesetzt; 1943 in Japan verhaftet und verurteilt; 1946 Rückkehr nach Deutschland; SED; Eintritt in die Volkspolizei; ab 1950 Kader der Offiziersschule, Generalmajor; 1956-1959 Stellvertreter des Ministeriums für Nationale Verteidigung; 1957-1959 Kursant an der Generalstabsakademie der UdSSR; 1956-58 Vorsitzender des Armeesportvereins "Vorwärts"; 1957 Mitglied im Bundesvorstand des Deutschen Turn- und Sportbundes; 1959 ständiger Vertreter der DDR im Generalstab der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD); August 1961 Mitglied des Stabs des Nationalen Verteidigungsrats der DDR zur Schließung der Staatsgrenze in Berlin; ab 1963 Minister des Innern, zuletzt Armeegeneral; ab 1967 Abgeordneter der Volkskammer und Mitglied des ZK der SED; während des Umbruchs zuständig für die Ausarbeitung eines neuen Reisegesetzes; bei einer Dienstbesprechung am 21. Oktober 1989 sagte er: "Ich kann jetzt nicht nach persönlicher Meinung gehen. Ich würde am Liebsten hingehen und diese Halunken zusammenschlagen, dass ihnen keine Jacke mehr passt. Ich war 1953 verantwortlich hier in Berlin. Mir braucht keiner zu sagen, was die weiße Brut veranlasst. Ich bin als Jung-Kommunist nach Spanien und habe gegen die Halunken, gegen dieses faschistische Kroppzeug gekämpft. Mir braucht keiner zu sagen, wie man mit dem Klassenfeind umgeht. Und dass die Panzer dann vor der Bezirksleitung und vor dem ZK stehen, das wäre noch die einfachste Sache." Dezember 1989 Ruhestand.

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